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Ratgeber · Anbieterwahl

Reservierungssystem ohne Provision: die Checkliste für Restaurants nach Quandoo

Nach Quandoo ist die nützliche Frage nicht, welcher Anbieter ewig bleibt. Sondern: was jede Buchung kostet, solange er da ist — und was Ihnen bleibt, wenn er geht.

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Der Markt bewegt sich, auch unter Ihnen

Quandoo hat am 26. März 2026 das Ende angekündigt, am 30. September 2026 die letzten Buchungen angenommen und wird am 31. Dezember 2026abgeschaltet; in der Fußzeile von quandoo.de steht inzwischen „Quandoo GmbH i. L.“ — in Liquidation. Es ist die größte Veränderung dieses Jahres, aber nicht die einzige: Formitable und Zenchef haben Anfang 2023 ihren Zusammenschluss angekündigt.

Das ist keine Kritik an irgendwem. Unternehmen schließen, fusionieren, benennen sich um. Es heißt nur: Das System, das Sie diesen Winter wählen, ist vielleicht nicht das, mit dem Sie in fünf Jahren arbeiten. Die wichtigsten Fragen sind deshalb die nach dem Ausstieg.

Acht Fragen an jeden Anbieter — schriftlich

  1. Kostet eine Buchung etwas — auf irgendeinem Weg?

    Nicht nur über die eigene Website, sondern auch über das Portal oder Netzwerk des Anbieters. Eine gute Antwort ist ein klares Nein, oder ein Ja mit dem Satz in der Preisliste statt in einer Fußnote.

  2. Wie lange bin ich gebunden, und wofür gilt der günstigste Preis?

    Manche Preise gelten nur bei langer Laufzeit — bei DISH Reservation etwa ist der niedrigste Monatspreis an 36 Monate gebunden, bei 12 oder 3 Monaten kostet es mehr. Das ist legitim; man sollte es nur vorher wissen.

  3. Bekomme ich meine Daten selbst heraus?

    Reservierungen und Gästeliste, jederzeit, als Tabelle — ohne Supportanfrage. Und schriftlich, dass der Anbieter sie nach Vertragsende löscht oder zurückgibt.

  4. Was passiert, wenn Sie schließen?

    Wie viele Monate Vorlauf bekommen Restaurants, und was geschieht mit Reservierungen, die schon gemacht sind? Eine gute Antwort steht im Vertrag, nicht im Blog.

  5. Zeigt meine Buchungsseite andere Restaurants?

    Ihre Seite sollte Ihren Namen tragen und sonst niemandes Tische.

  6. Auf wessen Konto landet Geld, das bei der Buchung bezahlt wird?

    Falls Sie Anzahlungen nehmen: Zuerst auf Ihrem, mit der Gebühr des Zahlungsdienstleisters getrennt ausgewiesen.

  7. Kann es mehr als Online-Buchungen?

    Laufkundschaft, eine Warteliste am Eingang, Telefonreservierungen — auf demselben Tischplan.

  8. Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

    Ein Reservierungssystem verarbeitet Gästedaten in Ihrem Auftrag. Ein seriöser Anbieter hat den Vertrag nach Art. 28 DSGVO fertig in der Schublade.

„Ohne Provision“ zweimal lesen

„Ohne Provision“ heißt meist: Buchungen über Ihre eigene Website oder Buchungsseite kosten pro Gast nichts. Es heißt nicht immer, dass jede Buchung kostenlos ist. Wer zusätzlich ein Gästeportal betreibt, berechnet unter Umständen die Gäste, die er Ihnen bringt — ein fairer Handel, wenn diese Gäste Sie sonst nicht gefunden hätten. Entscheidend ist, dass Sie den Satz vor der Unterschrift sehen und selbst wählen, ob Sie mitmachen.

Die andere Hälfte ist die Form des Preises. Ein fester Monatspreis je Standort heißt: Ein voller Dezember kostet so viel wie ein ruhiger Februar. Ein Preis pro Gedeck heißt: Ihr bester Monat ist auch Ihr teuerster. Beides ist vertretbar; planbar ist nur eines.

Slotoras Antworten auf dieselben Fragen

  • Pro Buchung: keine Provision auf eine Buchung oder ein Gedeck. Slotora ist Ihre eigene Buchungsseite und betreibt kein Gästeportal — es bringt Ihnen deshalb auch keine Gäste über Google, Instagram oder ein Verzeichnis.
  • Bindung: monatlich je Standort, nach 3 Tagen Test. Der Preis: 179 € pro Standort und Monat in Deutschland und Österreich, zzgl. MwSt.
  • Ihre Seite: Der Gast wählt Personenzahl, Tag, Bereich und Uhrzeit und bekommt einen Link, mit dem er ohne Konto absagen, die Personenzahl ändern oder auf eine andere freie Zeit umbuchen kann.
  • Am Eingang: Laufkundschaft mit einem Tippen am besten freien Tisch, eine Warteliste, auf die sich Gäste über den QR-Code an der Tür auch selbst setzen, Telefonreservierungen mit den tatsächlich freien Zeiten.
  • Einstieg: Die Reservierungen und Gäste aus Ihrem alten System kommen als CSV- oder Excel-Datei über den Import herein — Spalten prüfen, Vorschau, und rücknehmbar, falls etwas nicht stimmt.
  • Ausstieg: Das Gästebuch exportieren Sie jederzeit als CSV, die Daten eines Gastes auf Anfrage. Einen Export aller Reservierungen sprechen Sie bitte vor dem Vertrag mit uns ab — uns ist lieber, Sie fragen.
  • Geld bei der Buchung: Anzahlung und Kreditkartengarantie gehen auf Ihr eigenes Stripe-Konto, sobald Sie es verbunden haben, und werden nach dem Besuch abgerechnet.

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