Ratgeber · Kosten
Reservierungssystem kostenlos? Was es Ihr Restaurant wirklich kostet
Ein Reservierungssystem kostet Geld: Server, Entwicklung, Support. Wenn es dem Restaurant nichts kostet, bezahlt jemand anders — oder das Restaurant bezahlt auf eine Weise, die auf der Preisseite nicht als Preis erscheint. Dieser Ratgeber zeigt, wo die Kosten eines kostenlosen Systems stecken, und gibt Ihnen fünf Fragen für jedes Angebot mit.
Veröffentlicht am · Ein Ratgeber über Preismodelle, kein Anbietervergleich.
Gebühr pro Gast und Provision
Das häufigste Modell hinter „kostenlos“ ist die Abrechnung pro Reservierung oder pro Gast. Eine Grundgebühr fällt weg, dafür kostet jeder Gast, der über das Portal des Anbieters kommt, einen festen Betrag oder einen Anteil an der Rechnung. In einem ruhigen Monat ist das günstig; in einem guten Monat wird es teuer, und zwar genau dann, wenn Ihr Restaurant ohnehin voll gewesen wäre.
Rechnen Sie es deshalb mit Ihren eigenen Zahlen durch: Wie viele Gäste kamen im letzten Dezember über Reservierungen, wie viele davon über ein Portal, und was hätte jeder von ihnen gekostet? Prüfen Sie auch, ob ein Stammgast, der zum fünften Mal über das Portal bucht, jedes Mal wieder berechnet wird, und ob Gäste, die nicht kommen, mitgezählt werden, wenn der Status nicht rechtzeitig korrigiert wird.
Wem die Gästedaten gehören
Die zweite Währung eines kostenlosen Systems sind die Gästedaten. Ein Portal, das Gäste zu Ihnen schickt, kennt diese Gäste auch, und es kann ihnen beim nächsten Mal ein anderes Restaurant vorschlagen. Für Sie zählt deshalb, ob Ihre Gästeliste Ihnen gehört, ob Sie sie jederzeit als Datei bekommen, und was beim Ende des Vertrags mit ihr geschieht.
Die DSGVO gibt dafür einen Maßstab: Nach Art. 28 Abs. 3 Buchst. g löscht ein Auftragsverarbeiter nach dem Ende der Leistung die personenbezogenen Daten oder gibt sie zurück, nach Wahl des Verantwortlichen — also nach Ihrer Wahl, wenn Sie das Restaurant sind. Lassen Sie sich vor der Unterschrift zeigen, wie dieser Export aussieht.
In Slotora ist das Gästebuch die Liste aller Gäste Ihres Restaurants, mit Besuchen, Notizen und Einwilligung zur Werbung. Inhaber und Restaurantleitung exportieren es jederzeit als CSV; der Export für Werbung enthält nur die Gäste, die zugestimmt haben. Fragt ein Gast nach seinen Daten oder möchte er gelöscht werden, laden Inhaber oder Restaurantleitung seinen Datensatz auf der Gästekarte herunter oder löschen ihn dort.
SMS und Zusatzmodule
Viele Grundpakete sind schlank. Was den Alltag erst angenehm macht, steht in den Zusatzmodulen: Textnachrichten an Gäste, eine Warteliste, ein zweiter Raum, mehrere Logins für das Team, Auswertungen. Jedes Modul ist für sich günstig, zusammen ergeben sie einen Monatspreis, der mit „kostenlos“ wenig zu tun hat.
Fragen Sie deshalb nicht nach dem Grundpreis, sondern nach dem Preis für Ihren Betrieb: Ihre Räume, Ihre Tische, Ihr Team, Ihre Abende. Und fragen Sie, was Textnachrichten pro Stück kosten und wer sie bezahlt, wenn Ihr Restaurant im Dezember dreimal so viele verschickt wie im Februar.
Ein praktischer Weg: Schreiben Sie vor dem Gespräch mit einem Anbieter auf, was an einem vollen Samstag im Dezember bei Ihnen passiert — wie viele Reservierungen, wie viele Räume, wie viele Personen am Empfang und in der Küche, wie viele Gäste ohne Reservierung. Lassen Sie sich für genau diesen Abend und diesen Monat ein Angebot machen. Dann vergleichen Sie Preise, die zu Ihrem Betrieb gehören, und nicht zwei Grundpakete.
Mindestlaufzeit
Ein niedriger Monatspreis kann an eine lange Laufzeit gebunden sein. Bei DISH Reservation zum Beispiel hängt der Monatspreis nach der Preisseite des Anbieters von der Laufzeit ab: Der niedrigste gilt für 36 Monate, höhere für 12 und für 3 Monate. Das ist ein übliches Modell und kein Vorwurf — Sie sollten nur wissen, was Sie unterschreiben.
Rechnen Sie die ganze Laufzeit, nicht den ersten Monat. Und prüfen Sie, was passiert, wenn Ihr Betrieb sich in diesen Jahren verändert: ein zweiter Standort, ein Umbau, ein Pächterwechsel, eine Schließung.
Achten Sie auch auf die Kündigungsfrist und darauf, ob sich der Vertrag stillschweigend verlängert. Ein Vertrag, der drei Monate vor Ablauf gekündigt werden muss, verlängert sich sonst leicht um ein weiteres Jahr, gerade in der Saison, in der niemand an die Software denkt. Tragen Sie das Datum, bis zu dem Sie kündigen müssten, am Tag der Unterschrift in Ihren Kalender ein.
Und schließlich: der Wechsel selbst kostet etwas. Ein neues System heißt, das Team einzuweisen, Stammgäste und künftige Reservierungen zu übertragen und eine Woche lang doppelt hinzusehen. Ein System, das am Anfang nichts kostet und beim Abschied die Gästeliste nur gegen Aufwand herausgibt, ist am Ende das teuerste.
Ein fester Monatspreis
Slotora kostet 179 € im Monat pro Standort in Deutschland und Österreich, ohne Provision: 0 % auf Reservierungen über Ihre eigene Buchungsseite, Ihre Website oder das Telefon, ohne Gebühr pro Gast. Reservierungen, Tische und Team sind darin nicht begrenzt. Sie zahlen monatlich und können zum Ende jedes Monats kündigen, und die ersten 3 Tage sind zum Testen.
- 1
Was kostet ein Gast?
Bei Slotora nichts extra. Fragen Sie jeden Anbieter nach seiner Gebühr pro Gast oder Reservierung.
- 2
Was kostet mein ganzer Betrieb?
Alle Räume, Tische, Logins und Module, die Sie im Dezember brauchen — nicht das Grundpaket.
- 3
Wie lange bin ich gebunden?
Laufzeit, Kündigungsfrist und was bei einem Wechsel des Betriebs gilt.
- 4
Bekomme ich meine Gästeliste?
Als Datei, jederzeit, und am Ende des Vertrags nach Ihrer Wahl.
- 5
Wer sieht meine Gäste noch?
Ob der Anbieter Ihre Gäste anderen Restaurants zeigt.
Kostenloses Reservierungssystem: kurze Antworten
Gibt es ein wirklich kostenloses Reservierungssystem?
Es gibt Systeme ohne Grundgebühr. Bezahlt wird dann meist pro Gast, über Provision, über Zusatzmodule oder über eine lange Laufzeit. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Gästezahlen eines vollen Monats.
Gehören mir meine Gästedaten?
Als Restaurant sind Sie für die Daten Ihrer Gäste verantwortlich. Nach Art. 28 DSGVO gibt der Anbieter sie am Ende zurück oder löscht sie, nach Ihrer Wahl. Fragen Sie vorher, in welcher Form.
Was kostet Slotora?
Einen festen Monatspreis pro Standort, ohne Provision und ohne Gebühr pro Gast. Der Betrag steht auf der Preisseite.
Quellen (geprüft am 24. Oktober 2026)
Preise · Gästebuch und DSGVO · Die eigene Buchungsseite · Auswertungen
Reservierungssystem ohne Provision: acht Fragen · Alle Ratgeber