Ratgeber · Tischplan
Tischplan fürs Restaurant erstellen: Abstände, Tischgrößen, Wege
Viele Tischpläne sind eine Skizze auf kariertem Papier oder ein Raster in Excel: Tisch 1 bis 24, irgendwie angeordnet. Für die Reservierung reicht das nicht, denn die Frage am Samstagabend lautet nicht, ob Tisch 9 frei ist, sondern ob man ihn mit Tisch 10 zusammenstellen kann, ohne den Weg zur Küche zu versperren. Ein guter Tischplan beantwortet das, weil er im Maßstab gezeichnet ist.
Veröffentlicht am · Ein praktischer Ratgeber. Fluchtwege und Brandschutz klären Sie mit Ihrem Bauamt.
Im Maßstab: erst messen, dann zeichnen
Am Anfang steht ein Maßband. Messen Sie jeden Raum, in dem Gäste sitzen, an den Wänden entlang: Länge, Breite und die Ecken, die nicht rechtwinklig sind. Dann die festen Dinge, die sich nicht verschieben lassen — die Theke, die Säulen, die Fenster, die Heizkörper, die Tür zur Küche, den Eingang, die Treppe. Zuletzt die Wege, die frei bleiben müssen: vom Eingang zum Empfang, vom Pass in den Gastraum, zu den Toiletten und zu den Notausgängen.
Erst wenn diese Zeichnung steht, kommen die Tische. Wer mit den Tischen anfängt, plant einen Raum, den es nicht gibt. Ein Maßstab, bei dem ein Zentimeter auf dem Plan einem Zentimeter im Raum entspricht, nimmt Ihnen das Umrechnen ab: Was auf dem Plan nicht passt, passt auch im Raum nicht.
In Slotora zeichnen Sie jeden Raum mit seinen echten Maßen, zwischen drei und sechzig Metern pro Seite, und setzen die festen Dinge hinein: Theke mit Hockern, Säulen, Fenster, Pflanzkübel, Wandleuchten. Der Plan wird aus Ihren Maßen gezeichnet, nicht aus einem hochgeladenen Bild.
60 Zentimeter an der Wand, und die Wege dazwischen
Ein Tisch braucht mehr Platz als seine Tischplatte. Hinter jedem Stuhl muss der Gast aufstehen können, und an jedem Tisch muss eine Servicekraft mit vollen Tellern vorbeikommen. Die einfachste Probe ist praktisch: Setzen Sie sich an einen Tisch, schieben Sie den Stuhl zurück, und lassen Sie jemanden mit einem Tablett hinter Ihnen vorbeigehen. Den Abstand, den Sie dabei messen, übertragen Sie auf den Plan.
Die Hauptwege — Eingang, Küche, Toiletten, Notausgänge — bleiben auch an einem vollen Abend frei, und auch dann, wenn eine Gesellschaft drei Tische zusammenstellt. Welche Breiten die Fluchtwege in Ihrem Betrieb haben müssen, klären Sie mit Bauamt und Brandschutz; dieser Ratgeber nennt dafür bewusst keine Zahl.
Slotora hält an den Wänden jedes Raums einen Rand von 60 Zentimetern frei. Beim Speichern wird die Aufstellung geprüft: Ein Tisch, der in einen anderen ragt, in der Theke oder einer Säule steht oder über den Raum hinausreicht, wird mit Begründung abgelehnt.
Tischformen und Tischgrößen
Die Mischung der Tische sollte zu Ihren Gästen passen, nicht umgekehrt. Zählen Sie zwei Wochen lang, mit wie vielen Personen Ihre Gäste kommen. Kommen die meisten zu zweit, sitzen sie an Vierertischen auf halben Plätzen, und der Raum ist voll, obwohl die Hälfte der Stühle leer ist. Kleine Tische, die sich zusammenstellen lassen, sind dann flexibler als große, die man nicht teilen kann.
Runde Tische sind gesellig und schwer zu kombinieren; quadratische und rechteckige lassen sich zu Tafeln zusammenschieben; Nischen und Bänke sparen Platz an der Wand und sind bei Paaren beliebt. In Slotora hat jeder Tisch seine Form — rund, quadratisch, rechteckig oder Nische — und seine Platzzahl.
Achten Sie auch auf die Plätze, die niemand will: der Tisch neben der Küchentür, der Zweiertisch im Durchgang, der Platz unter dem Lautsprecher. Sie werden als letzte vergeben und am häufigsten getauscht. Oft ist es besser, einen solchen Tisch ganz wegzulassen und den Platz dem Weg zu geben; der Raum wirkt ruhiger, und der Service ist schneller an den übrigen Tischen.
Mehrere Räume, ein Betrieb
Gaststube, Nebenzimmer, Gastgarten, Bar: Jeder Raum hat seine eigene Logik. Der Gastgarten ist im Oktober geschlossen, das Nebenzimmer gehört am Freitag einer Gesellschaft, die Bar nimmt keine großen Gruppen. Ein Plan je Raum macht das sichtbar, und an einem Regentag schließen Sie den Gastgarten, ohne die Gaststube anzufassen.
In Slotora hat ein Betrieb so viele Räume wie nötig, jeder mit eigenem Plan, eigenem Boden und eigener Stuhlart, damit Ihr Team am Tablet sofort erkennt, wo es ist.
Tische kombinieren
Die meisten Restaurants stellen jeden Abend Tische zusammen. Damit das nicht jedes Mal neu verhandelt wird, legen Sie fest, welche Tische zusammengehören dürfen und wie viele Personen dann Platz haben: Tisch 9 und 10 zu einer Sechsertafel, 11 bis 13 zu einer Zwölfertafel.
- Benannte Kombinationen: Die Online-Reservierung und die Vorschläge am Empfang nutzen die Kombinationen, die Sie festgelegt haben.
- Am Abend von Hand: Der Empfang tippt freie Tische nacheinander an, sieht die Summe der Stühle und setzt die Gruppe dorthin. Reichen die Plätze nicht, erscheint eine Warnung — die Entscheidung, einen Stuhl dazuzustellen, bleibt beim Team.
- Wird ein Tisch frei, gibt die Gruppe ihn mit einem Tipp zurück, solange sie an mindestens einem Tisch bleibt.
Vom Papier zum Plan
- 1
Raum messen
Wände, Ecken, feste Dinge, Türen und Wege. Eine halbe Stunde vor dem Service genügt meist.
- 2
Tische stellen
Form und Platzzahl je Tisch, dann prüfen, ob die Wege frei bleiben — auch mit zurückgeschobenen Stühlen.
- 3
Kombinationen festlegen
Welche Tische zusammengehören dürfen und wie viele Personen dann Platz haben.
- 4
Einen Abend testen
Das Team arbeitet einen Service mit dem neuen Plan und notiert, wo es eng wurde. Danach ändern Sie den Plan, nicht den Abend.
Tischplan: kurze Antworten
Kann ich den Tischplan in Excel erstellen?
Als Liste der Tische ja, als Plan schlecht: Excel kennt Zellen, keine Zentimeter. Für die Reservierung zählt, welche Tische nebeneinander stehen und welche sich zusammenstellen lassen — das zeigt nur ein Plan im Maßstab.
Wie viel Abstand braucht ein Tisch?
So viel, dass ein Gast aufstehen und eine Servicekraft mit vollen Tellern dahinter vorbeigehen kann. Messen Sie es an Ihren eigenen Stühlen; Fluchtwege und ihre Breiten klären Sie mit Bauamt und Brandschutz.
Wie oft sollte man den Tischplan ändern?
Immer, wenn sich der Raum ändert: neue Saison, Gastgarten auf oder zu, neue Tische. Ein Plan, der nicht zum Raum passt, verteilt Reservierungen auf Tische, die so nicht stehen.
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