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Ratgeber · Silvester

Silvester im Restaurant: Menü, zwei Durchgänge, klare Stornobedingungen

In diesem Jahr fällt Silvester auf einen Donnerstag und Neujahr auf einen Freitag: Für viele Gäste beginnt am 31. Dezember ein langes Wochenende. Wer Ende Oktober Menü, Durchgänge und Stornobedingungen festlegt, nimmt im November Reservierungen an. Wer erst im Dezember entscheidet, entscheidet am Telefon, Anruf für Anruf.

Veröffentlicht am · Ein praktischer Ratgeber, keine Rechtsberatung.

Ein festes Menü statt der ganzen Karte

An Silvester hat fast jede Küche dasselbe Problem: vierzig verschiedene Gerichte gleichzeitig, und alle wollen vor Mitternacht fertig sein. Ein festes Menü löst das. Der Einkauf lässt sich vorher berechnen, die Küche weiß, wann welcher Gang hinausgeht, und der Gast weiß, wofür er reserviert. Auch der Preis ist eine Zahl und keine Schätzung.

Die Karte ist flexibler und passt zu einem Haus, in dem Silvester ein etwas längerer Donnerstag ist: weniger Gäste, früheres Ende, kein Sekt um Mitternacht. Wer bei der Karte bleibt, sollte sie verkleinern und eine letzte Bestellzeit nennen.

Der Mittelweg ist ein Menü mit Wahl: drei oder vier Gänge, je Gang zwei Möglichkeiten, darunter eine vegetarische. Ernährungsweisen und Allergien fragen Sie bei der Reservierung ab, nicht am Tisch eine Stunde vor Mitternacht. Steht die Allergie eines Stammgasts auf seiner Gästekarte, erscheint sie als Hinweis an seiner Reservierung.

Zwei Durchgänge an einem Abend

In den meisten Restaurants passen an Silvester zwei Durchgänge: ein früher mit fester Dauer, etwa von 17:30 bis 20:30 Uhr, und ein später, der über Mitternacht geht. Der frühe gehört den Familien und allen, die danach weiterziehen; der späte denen, die bei Ihnen anstoßen wollen. Zwischen beiden braucht der Service mindestens eine halbe Stunde zum Abräumen und Eindecken.

In Slotora richten Sie das als zwei Services ein, beide auf den 31. Dezember begrenzt, jeder mit einer festen Startzeit: Die erste und die letzte mögliche Ankunft sind dieselbe Uhrzeit. Die Tischzeit legen Sie nach Personenzahl fest, damit der Sechsertisch des ersten Durchgangs nicht in die Ankunft des zweiten hineinreicht, und der späte Service darf über Mitternacht laufen.

Storno und Anzahlung: was Sie vorher vereinbaren

Rechtlich ist eine bloße Tischreservierung wenig: Das Landgericht Kiel hat sie 1998 als Vorbereitung künftiger Bewirtungsverträge gesehen. Anders ein fest vereinbartes Menü für eine feste Zahl von Gästen an einem bestimmten Abend. Das Amtsgericht München hat 2024 eine solche Weihnachtsfeier als absolutes Fixgeschäft behandelt und dem Wirt Schadensersatz zugesprochen; das Urteil ist nach der Pressemitteilung des Gerichts nicht rechtskräftig. Ein Silvestermenü mit fester Uhrzeit liegt näher an diesem Fall als an einem gewöhnlichen Tisch.

Eine Ausfallgebühr muss nach der Verbraucherzentrale Niedersachsen bei der Buchung wirksam vereinbart sein, und der Wirt muss einen echten Schaden zeigen. Steht eine Pauschale in Ihren Geschäftsbedingungen, ist sie nach § 309 Nr. 5 BGB unwirksam, wenn sie den nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden Schaden übersteigt oder dem Gast nicht ausdrücklich den Nachweis erlaubt, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.

Wenn Sie für Silvester eine Anzahlung verlangen, vereinbaren Sie sie selbst und direkt mit dem Gast: Höhe, Frist und was bei einer Absage geschieht, schriftlich und vor der Zusage. In Österreich bleibt dem Wirt nach § 1168 ABGB das vereinbarte Entgelt abzüglich dessen, was er sich erspart oder anderweitig verdient; eine vereinbarte Stornogebühr ist nach der WKO Vorarlberg ein eigener, empfohlener Weg. In Slotora verlangen Sie die Anzahlung oder eine Kreditkartengarantie per Regel für den 31. Dezember, über Ihr eigenes Stripe-Konto, sobald Sie es verbunden haben. Mehr dazu steht in unserem Ratgeber zur No-Show-Gebühr in Deutschland und Österreich.

Gruppen an Silvester

  1. Eine Grenze bei der Personenzahl

    Ab einer Gruppengröße, die Sie festlegen, kommt eine Online-Reservierung als Anfrage an. Sie entscheiden, bevor ein Tisch vergeben ist.

  2. Tafeln vorher festlegen

    Welche Tische zu einer Tafel zusammengestellt werden dürfen und wie viele Personen dann Platz haben, steht im Tischplan, nicht im Kopf des Empfangs.

  3. Die endgültige Zahl zu einem Stichtag

    Zum Beispiel am 28. Dezember. Danach kauft die Küche ein, und was danach abgesagt wird, regelt die Vereinbarung, die Sie vorher getroffen haben.

  4. Das Nebenzimmer als eigener Abend

    Ein Raum, den eine Gesellschaft den ganzen Abend hat, lässt sich für den 31. Dezember mit Begründung für die Online-Reservierung schließen.

Ihr Silvestermenü können Sie in Slotora auch als Veranstaltung auf die Buchungsseite stellen: mit Terminen, Platzzahl und eigenen Fragen an die Gäste, etwa nach Ernährungsweise und Allergien. Die Gäste buchen ihre Plätze und bekommen ein Ticket mit Code; hat das Menü einen Preis, bezahlt der Gast es gleich beim Buchen, über Ihr verbundenes Stripe-Konto. Am Abend hat der Empfang die Gästeliste. Für das Nebenzimmer bieten Sie Private Dining auf Anfrage an. Eine Veranstaltung nimmt von sich aus keine Tische aus dem Tischplan; die Tische für das Menü sperren Sie selbst.

Öffnungszeiten am 31. Dezember und am 1. Januar

Silvester und Neujahr sind kein gewöhnlicher Donnerstag und Freitag. Legen Sie jetzt fest, wann Sie am 31. Dezember öffnen und schließen und ob Sie am 1. Januar öffnen, und halten Sie es an einer Stelle fest, damit Buchungsseite, Empfang und Website dasselbe sagen.

In Slotora geben Sie einem Datum als Sondertag einen Namen und bis zu drei Öffnungszeiten, oder Sie schließen es ganz. An diesem Tag ersetzt der Sondertag die normale Woche, Online-Reservierung und Empfang folgen ihm. Und Sie legen fest, wie viele Tage vorher und zu welcher Uhrzeit Online-Termine freigegeben werden: Ihre Stammgäste rufen Sie eine Woche vorher an und tragen sie am Empfang ein, bevor die Buchungsseite den Abend öffnet.

  • Ende Oktober: Menü, Preis, Durchgänge, Stornobedingungen.
  • Anfang November: die Reservierung öffnen, für Stammgäste zuerst.
  • Mitte Dezember: endgültige Zahlen der Gruppen, Einkauf.
  • Am 31. Dezember: Briefing vor dem Service — Allergien, große Tische, wer etwas feiert.

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Silvester im Restaurant: kurze Antworten

Wie viele Durchgänge passen an Silvester?

In den meisten Restaurants zwei: ein früher mit fester Dauer und ein später über Mitternacht, mit mindestens einer halben Stunde zum Eindecken dazwischen.

Darf ich für Silvester eine Anzahlung verlangen?

Ja, wenn Sie sie vor der Zusage klar mit dem Gast vereinbaren: Höhe, Frist und was bei einer Absage geschieht. Eine Pauschale in Geschäftsbedingungen darf den gewöhnlich zu erwartenden Schaden nicht übersteigen (§ 309 Nr. 5 BGB).

Wann sollte die Silvester-Reservierung öffnen?

Wenn Menü, Preis und Stornobedingungen feststehen — für viele Häuser Anfang November, für Stammgäste eine Woche früher.

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