Kostenlose Terminbuchung für Kosmetikerinnen — und was „kostenlos“ dabei heißen muss
Fast jedes Buchungsprogramm nennt sich irgendwo kostenlos. Meistens heißt das: sieben Tage lang, oder ohne das, was du brauchst, oder bis eine neue Kundin über ein Portal kommt. Hier liegen die vier Bedeutungen nebeneinander, mit Quelle und Datum, und dazu die Rechnung für ein ganzes Jahr.
Für Selbstständige, die allein arbeiten — eine Person, ein Kalender.
0 € im Monat · 0 % Provision · keine Karte bei der Anmeldung · Geld kostet, was die KI für dich erstellt, und die AI-Telefonrezeption (spricht schon Deutsch, ist hier aber noch nicht buchbar)
Für den Start vormerkenHinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Rechtsvorschriften können sich ändern und die konkrete rechtliche Beurteilung hängt vom Einzelfall ab. Bei Bedarf sollte ein fachkundiger Rechts- oder Steuerberater hinzugezogen werden.
Viermal „kostenlos“, viermal etwas anderes
- Kostenlos testen
Sieben Tage, dann die Monatsrechnung
Fresha lässt den Tarif „Selbstständig“ eine Woche testen und berechnet danach 14,95 £ im Monat, auf der deutschen Preisseite in Pfund und ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen.1
Eine Woche reicht, um den Kalender einzurichten. Sie reicht nicht, um zu sehen, ob deine Kundinnen den Link wirklich benutzen.
- Kostenloser Tarif
Gratis, aber ohne SMS und ohne App
Timify hat mit „Classic“ einen echten Tarif für 0 €. Die Planübersicht führt dort E-Mail-Bestätigungen, Buchungs-Widget und Buchungsprofil; SMS und die Apps für Handy und Tablet stehen erst im Premium-Tarif.34
Das ist ehrlich gelöst. Wer aber auf SMS-Erinnerungen gehofft hat, landet beim Premium-Tarif.
- Kostenlos bis zur Neukundin
Der Kalender kostet wenig, die neue Kundin kostet Anteil
Bei Treatwell und Fresha fällt auf den ersten Besuch einer Kundin, die über den eigenen Marktplatz kommt, eine Provision an — bei Fresha einmalig 20 %, mindestens 4,00 £, bei Treatwell „je nach Standort unterschiedlich“. Beide verlangen zusätzlich eine Monatsgebühr.15
Für Stammkundinnen, die über deinen eigenen Link buchen, zahlst du bei beiden keine Provision.
- Slotora
Kein Monatsbeitrag, kein Anteil, keine Testphase
Der Kalender, deine Buchungsseite, die Online-Buchung ohne Obergrenze und die E-Mail-Erinnerungen kosten 0 €. Es gibt keinen Tag, an dem daraus ein Tarif wird, weil es keinen Tarif gibt, in den man wechseln könnte.
Was Geld kostet, steht weiter unten vollständig da. Es ist kurz.
Ein Jahr Terminbuchung, in Euro
Gerechnet für eine Kosmetikerin, die allein arbeitet und zwölf Monate bleibt. Booksy und Timify schreiben ihre Preise zuzüglich Steuern, deshalb steht hier jeweils der Betrag, wenn 19 % Umsatzsteuer auf der Rechnung stehen.
Warum die Umsatzsteuer für dich zählt
Seit 2025 ist dein Umsatz als Kleinunternehmerin steuerfrei, solange er im Vorjahr 25 000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100 000 € nicht überschreitet (§ 19 Abs. 1 UStG). Die Kehrseite steht in einem anderen Paragrafen: Wer steuerfreie Umsätze macht, darf die Umsatzsteuer aus Eingangsrechnungen nicht als Vorsteuer abziehen (§ 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG).67
Für dich heißt das: Die 19 % auf der Rechnung deines Buchungsprogramms bekommst du nicht zurück. Sie sind ein Teil des Preises, genau wie der Nettobetrag. Ob das in deinem Fall so ist, sagt dir deine Steuerberaterin in einem Satz.
Was kostet bei Slotora etwas?
Was bei Slotora 0 € kostet
- Deine eigene Buchungsseite mit Link für Instagram, WhatsApp und Google
- Online-Buchung rund um die Uhr, ohne Obergrenze bei Terminen oder Kundinnen
- Erinnerungen und Bestätigungen per E-Mail
- Die Kundenkartei mit Notizen und einem eigenen Feld für Hinweise wie Allergien
- Formulare vor dem Termin, mit Unterschrift, auch nur für einzelne Leistungen
- Behandlungsreihen im festen Abstand, bis zu zwölf Termine auf einmal
- Die Warteliste, die bei einer Absage die ersten 25 Wartenden per E-Mail anschreibt
- Anzahlung und Ausfallhonorar über dein eigenes Stripe-Konto, ohne Anteil für uns
- Fragen an Nita, die KI-Assistentin für dich als Inhaberin
- Der Umzug deiner Kundenliste aus einer Excel- oder CSV-Datei
Was Geld kostet
Geld kostet bei Slotora nur, was du selbst anstößt. Jede dieser Zahlungen siehst du, bevor sie passiert.
- Was die KI für dich erstellt
- Ein Beitrag, den Nita für deinen Kanal schreibt, kostet 2 Credits, ein Bild 6. 100 Credits kosten 2,40 €. Einen Grundpreis für die KI gibt es nicht.
- Die AI-Telefonrezeption
- Eine Stimme, die Anrufe annimmt und Termine einträgt, auf Deutsch. Für Studios in Deutschland ist sie trotzdem noch nicht buchbar: Minuten dafür verkaufen wir hier noch nicht.
- Die Gebühr deines Zahlungsanbieters
- Nimmst du eine Anzahlung per Karte, berechnet Stripe seine Gebühr auf deinem eigenen Konto. Slotora legt nichts darauf.
Wovon lebt Slotora dann?
Die Frage ist berechtigt, und eine ausweichende Antwort wäre das schlechteste Zeichen. Slotora verdient an den ersten beiden Punkten oben und, in den Ländern, in denen wir sie schon verschicken, an Textnachrichten, die Studios als Credits im Voraus kaufen.
Was wir nicht tun: deine Kundinnen an andere Studios weiterreichen, einen Anteil an deinen Behandlungen nehmen oder dir nach einer Testphase einen Tarif aufdrängen. Dein Kalender ist kein Lockangebot für etwas anderes.
Die Hautberatung als eigene Leistung
Wählst du bei der Anmeldung Kosmetik, legt Slotora dir drei Startleistungen an, darunter eine Hautberatung mit 30 Minuten. Einen Preis schlagen wir nicht vor, den setzt du selbst. Als kurze, günstige erste Leistung ist sie für eine neue Kundin der leichteste Einstieg: Sie bucht eine halbe Stunde, statt sich online gleich für eine Behandlung für 80 € zu entscheiden.
Wie es danach weitergeht — Hautanalyse vorab, Einwilligung vor dem Gerät, die Behandlungsreihe bis zum Ende —, steht auf der Seite über den Terminplaner fürs Kosmetikstudio.
Slotora ist keine Kasse. Bargeld und die Karte am Tresen laufen in Deutschland weiter über deine eigene Kasse oder deine offene Ladenkasse; Anzahlungen und Ausfallhonorare laufen online über Stripe.
In Österreich: eine andere Grenze und eine Registrierkasse
Die Kleinunternehmergrenze liegt in Österreich bei 55 000 € — und zwar brutto, wie die WKO ausdrücklich betont. Auch dort gilt: Wer sie nutzt, darf keine Vorsteuer aus Rechnungen abziehen, also zählt beim Buchungsprogramm ebenfalls der Bruttobetrag.
Kosmetik (Schönheitspflege) ist in Österreich ein reglementiertes Gewerbe nach § 94 Z 42 GewO 1994; die Gewerbeberechtigung brauchst du unabhängig davon, womit du Termine vergibst. Und ab 15 000 € Jahresumsatz, davon mehr als 7 500 € bar — die Bankomatkarte am Tresen zählt mit —, brauchst du eine Registrierkasse (§ 131b BAO). Slotora wird in Österreich keine Registrierkasse sein, öffnet dort ebenfalls erst später und schickt an +43-Nummern noch keine SMS.8910
Fragen zur kostenlosen Terminbuchung
Ist Slotora für Kosmetikerinnen wirklich kostenlos?
Der Kalender, die Buchungsseite, die Online-Buchung und die E-Mail-Erinnerungen kosten 0 € im Monat, und von deinen Buchungen nehmen wir keinen Prozentsatz. Geld kosten nur Dinge, die du selbst anstößt: was die KI für dich erstellt, und die AI-Telefonrezeption (spricht schon Deutsch, ist hier aber noch nicht buchbar).
Gibt es eine Testphase, nach der ich zahlen muss?
Nein. Es gibt keinen Tarif, in den eine Testphase übergehen könnte, und bei der Anmeldung fragen wir nicht nach einer Karte.
Bekommen meine Kundinnen eine SMS-Erinnerung?
Nicht in Deutschland und Österreich: Für +49- und +43-Nummern ist der SMS-Versand bei uns noch nicht freigeschaltet. Jede Kundin mit E-Mail-Adresse wird per Mail erinnert, ohne dass dich das einen Cent kostet.
Kann ich meine Kundinnen aus meinem alten Programm mitnehmen?
Ja, die Kundenliste aus einer Excel- oder CSV-Datei, wie sie die meisten Programme exportieren. Zukünftige Termine übernehmen wir nicht, die trägst du einmal von Hand ein oder lässt sie im alten Kalender auslaufen.
Ab wann kann ich mich mit meinem Studio in Deutschland anmelden?
Ein Datum gibt es noch nicht, und bis dahin ist Slotora in Deutschland noch nicht geöffnet. Tipp auf „Für den Start vormerken“ und hinterleg deine Adresse, dann erfährst du den Tag zuerst.
Woher die Preise und Paragrafen stammen
Jede Seite am angegebenen Tag aufgerufen. Preise anderer Anbieter ändern sich; maßgeblich ist, was in deinem Konto dort steht.
- Fresha — Preise (deutsche Seite) — https://www.fresha.com/de/pricing · abgerufen am
- Booksy — Preise — https://biz.booksy.com/de-de/pricing · abgerufen am
- Timify — Tarife — https://www.timify.com/de/plans/ · abgerufen am
- Timify — Planübersicht (englisch) — https://www.timify.com/en/plans/ · abgerufen am Die Funktionsmatrix der Tarife steht nur auf der englischen Seite.
- Treatwell — Connect-Preise — https://www.treatwell.de/partners/preise/ · abgerufen am
- § 19 UStG — Kleinunternehmer — https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html · abgerufen am
- § 15 UStG — Vorsteuerabzug — https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__15.html · abgerufen am
- WKO — Kleinunternehmerregelung — https://www.wko.at/steuern/kleinunternehmerregelung-umsatzsteuer · abgerufen am
- § 94 GewO 1994 — reglementierte Gewerbe — https://www.jusline.at/gesetz/gewo/paragraf/94 · abgerufen am
- § 131b BAO — Registrierkassenpflicht — https://www.jusline.at/gesetz/bao/paragraf/131b · abgerufen am
Arbeitet bei dir ein Team?
Wenn mehrere Leute in deinem Salon arbeiten und jemand anderes den Tag am Laufen hält, während du an der Kundin bist, ist das eine andere Aufgabe als ein Kalender — dafür gibt es ein eigenes Slotora.
Slotora for busy salons ansehenErst merken, dann umziehen
Slotora ist in Deutschland noch nicht geöffnet. Trag dich ein, und du bekommst an dem Tag, an dem es losgeht, genau eine E-Mail.
