E-Mail-Kampagnen mit Einwilligung

Newsletter fürs Kosmetikstudio: erst die Einwilligung, dann die Mail

Eine kurze Mail an Kundinnen, die lange nicht da waren, füllt oft mehr Termine als jede Anzeige. In Deutschland und Österreich darfst du sie aber nicht einfach verschicken, nur weil du die Adresse aus der Buchung hast. Diese Seite erklärt die Regel und wie Slotora sie für dich einhält.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Rechtsvorschriften können sich ändern und die konkrete rechtliche Beurteilung hängt vom Einzelfall ab. Bei Bedarf sollte ein fachkundiger Rechts- oder Steuerberater hinzugezogen werden.

Die Regel in Deutschland

Werbung per E-Mail braucht in Deutschland eine vorherige ausdrückliche Einwilligung der Kundin. Ein Geburtstagsrabatt ist Werbung, und ein „Wir vermissen dich“ mit einem Angebot ist es auch. Bewiesen wird die Einwilligung in der Praxis mit dem Double-Opt-in: Die Kundin trägt sich ein, bekommt eine Mail mit einem Bestätigungslink, klickt ihn, und genau dieser Klick wird mit Datum gespeichert.

Es gibt eine enge Ausnahme für Bestandskundinnen. Sie greift nur, wenn alle vier Bedingungen zusammen erfüllt sind: Du hast die Adresse beim Verkauf einer Leistung bekommen, du bewirbst eigene ähnliche Leistungen, die Kundin hat nicht widersprochen, und du hast sie schon beim Erheben der Adresse und in jeder einzelnen Mail klar darauf hingewiesen, dass sie jederzeit widersprechen kann. Fehlt der Hinweis bei der Buchung, fehlt die Ausnahme.1

Was Slotora daraus macht

Die Regel steht nicht in einem Hilfetext, sondern im Programm. Für ein Studio in Deutschland oder Österreich gilt:

  • Eine Kundin aus deiner Kartei bekommt eine Kampagne nur, wenn für sie eine Grundlage gespeichert ist: ein bestätigtes Double-Opt-in oder, nur in Deutschland, die Bestandskunden-Ausnahme mit dem Hinweis bei der Buchung.

  • Wer keine Grundlage hat, wird beim Versand still übersprungen. Du musst keine Liste von Hand pflegen und kannst niemanden aus Versehen anschreiben.

  • Die Bestätigung wird als Ereignis mit Datum gespeichert, damit du im Streitfall zeigen kannst, wann die Kundin zugestimmt hat.

  • Jede Kampagnenmail trägt einen persönlichen Abmeldelink. Ein Klick genügt, und die Abmeldung gilt sofort für alle weiteren Kampagnen.

  • Geburtstagsmails, Rückgewinnungsmails und Bewertungsanfragen sind für ein neues Studio in Deutschland und Österreich ab Werk ausgeschaltet. Du entscheidest, ob du sie einschaltest, und auch dann gehen sie nur an Kundinnen mit Grundlage.

Der Stand heute, ohne Beschönigung

Die Einwilligungstexte für Deutschland und Österreich sind noch nicht freigeschaltet: das Kästchen auf der Buchungsseite, die Bestätigungsmail und der Widerspruchshinweis in jeder Mail. Sie liegen gerade bei der rechtlichen Prüfung. Solange sie fehlen, kann keine Kundin eine Grundlage bekommen, und eine Kampagne an Kundinnen in Deutschland oder Österreich erreicht deshalb niemanden.

Das ist Absicht. Lieber verschickt dein Studio eine Zeit lang gar keine Werbung als eine einzige, die eine Abmahnung auslöst. Sobald die Texte freigegeben sind, sammelt deine Buchungsseite Einwilligungen bei jeder neuen Buchung, und deine Liste wächst von selbst.

Kampagnen per SMS verschickt Slotora an Kundinnen in Deutschland und Österreich nicht, denn eine Einwilligung per Mail gilt nicht für die Telefonnummer. Im Moment geht ohnehin keine SMS an eine Nummer mit +49 oder +43.

An wen eine Kampagne gehen kann

Sobald Kundinnen eingewilligt haben, wählst du eine Gruppe aus deiner Kartei. Slotora bildet sie aus den Besuchen, die ohnehin im Kalender stehen:

Lange nicht gesehen
Kundinnen, die seit acht Wochen keinen Besuch mehr hatten. Die Gruppe, bei der eine Mail am meisten bewirkt.
Stammkundinnen
Wer mindestens dreimal bei dir war. Gut für eine neue Behandlung, die du zuerst den Treuesten zeigen willst.
Neue Kundinnen
Höchstens ein Besuch. Gut für eine freundliche Einladung zum zweiten Termin.
Nach Merkmal
Alle mit einem Merkmal, das du selbst vergibst, zum Beispiel „Pediküre“ oder „Brautstyling 2027“.
Alle
Deine ganze Kartei, soweit eingewilligt. Höchstens 500 Empfängerinnen pro Kampagne.

Den Text schreibst du, oder Nita macht den ersten Entwurf

Beschreib in einem Satz, worum es geht, etwa „Herbstpflege für die Hände, Termine im November“, und Nita schreibt daraus einen Entwurf für die Mail und für deine Posts auf Instagram und Facebook. Ein Entwurf kostet 2 Credits. Hast du keine Credits, bekommst du eine schlichte Vorlage, die du selbst anpasst. Der Versand der E-Mail kostet nichts.

Verschickt wird die Mail über die Versandadresse von Slotora. Antwortet eine Kundin, landet ihre Antwort in deinem eigenen Postfach.

In Österreich ohne Ausnahme

Das österreichische Telekommunikationsgesetz (§ 174 TKG 2021) kennt eine ähnliche Bestandskunden-Ausnahme wie Deutschland. Sie hat aber eine zusätzliche Bedingung: Wer ohne Einwilligung schreiben will, muss vorher prüfen, ob sich die Kundin in die ECG-Liste der RTR eingetragen hat. Für diese Prüfung bräuchte Slotora einen eigenen Zugang bei der RTR.23

Den haben wir nicht, und deshalb geht Slotora den vorsichtigen Weg: In Österreich bekommt eine Kundin Werbung per Mail nur mit bestätigtem Double-Opt-in, nie über die Ausnahme. Für dich heißt das weniger Empfängerinnen am Anfang, aber keine Prüfung, die du vergessen könntest.

In Deutschland und Österreich ist die Anmeldung bei Slotora noch nicht geöffnet. Wenn sie öffnet, startet dein Studio mit genau den Regeln, die auf dieser Seite stehen.

Fragen zu Newsletter und Einwilligung

Darf ich Kundinnen aus meinem Terminbuch einen Newsletter schicken?

In Deutschland nur mit ausdrücklicher Einwilligung oder, eng begrenzt, über die Bestandskunden-Ausnahme mit Widerspruchshinweis schon bei der Buchung. In Österreich setzt Slotora immer ein bestätigtes Double-Opt-in voraus.

Was ist ein Double-Opt-in?

Die Kundin meldet sich an und bestätigt das danach über einen Link in einer Mail. Gespeichert wird der Klick mit Datum, damit die Einwilligung nachweisbar ist.

Kann ich heute schon Kampagnen an Kundinnen in Deutschland verschicken?

Noch nicht. Die Einwilligungstexte sind noch nicht freigeschaltet, deshalb hat keine Kundin in Deutschland oder Österreich eine Grundlage, und Slotora überspringt sie beim Versand.

Was kostet eine E-Mail-Kampagne?

Der Versand kostet nichts. Nur wenn Nita den Entwurf schreibt, kostet das 2 Credits.

Gibt es Kampagnen per SMS?

Für Kundinnen in Deutschland und Österreich nicht. Eine Einwilligung per Mail gilt nicht für die Telefonnummer, und an deutsche und österreichische Nummern geht derzeit keine SMS.

Gesetzestexte zum Nachlesen

Gelesen im Wortlaut am 7. Oktober 2026. Was Slotora tut, stammt aus der Software selbst, nicht aus einer Broschüre.

  1. § 7 UWG (Deutschland), gesetze-im-internet.de — https://www.gesetze-im-internet.de/uwg_2004/__7.html · abgerufen am
  2. § 174 TKG 2021 (Österreich), Lesefassung bei JUSLINE — https://www.jusline.at/gesetz/tkg_2021/paragraf/174 · abgerufen am
  3. § 7 ECG (Österreich), Lesefassung bei JUSLINE — https://www.jusline.at/gesetz/ecg/paragraf/7 · abgerufen am

Eine Liste, die dir gehört und hält

Einwilligungen sammeln sich bei jeder Buchung von selbst, sobald die Texte freigegeben sind. Bis dahin bleibt dein Postausgang leer, und das ist gut so.

Kostenlos registrieren

Dürfen wir messen, welche Seiten wirklich helfen? „Alles akzeptieren“ erlaubt auch die Messung unserer eigenen Anzeigen.

Was heißt das genau?

Wir würden gern mit Google Analytics sehen, welche Seiten helfen und welche nicht, und uns merken, welches Plakat, welcher Flyer oder welche Nachricht von uns — oder die Empfehlung welches Salons — dich hergebracht hat. „Alles akzeptieren“ erlaubt zusätzlich ein Meta-Werbepixel, damit wir wissen, welche unserer eigenen Anzeigen einen Salon gebracht hat, der sich auch angemeldet hat — und wenn du ein Konto anlegst, schickt unser Server Meta deine E-Mail-Adresse verschlüsselt (gehasht), nie als lesbaren Text, mit deiner IP-Adresse, Angaben zu deinem Browser und Metas eigenen Cookie-Kennungen — nie deinen Namen —, ausschließlich damit Meta erkennen kann, dass die Anmeldung aus einer Anzeige kam. Nichts davon läuft auf der Buchungsseite eines Salons. Alles, was der Dienst selbst braucht, funktioniert ohnehin. Cookie-Richtlinie