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Das Google-Unternehmensprofil für dein Kosmetikstudio: einrichten, pflegen, Termine bekommen

· 7 Min. Lesezeit

Wer „Kosmetikstudio in der Nähe“ oder „Wimpern Lifting“ plus Stadtteil in die Suche tippt, sieht zuerst eine Karte mit drei Studios und erst darunter Websites. Was in diesem Kartenausschnitt steht, kommt aus dem Google-Unternehmensprofil. Für viele kleine Studios ist es deshalb wichtiger als die eigene Website: Es ist kostenlos, es zeigt Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen, und es kann direkt auf deine Buchungsseite führen. Hier ist der Weg Schritt für Schritt, mit den Stellen, an denen Studios am häufigsten etwas liegen lassen.

Schritt 1: Profil anlegen oder übernehmen

Unter business.google.com legst du ein Profil an oder beanspruchst eines, das es schon gibt – manchmal haben Kundinnen dein Studio bereits auf Google Maps eingetragen. Danach bestätigst du, dass das Studio dir gehört. Welche Bestätigung Google verlangt, entscheidet Google; bis sie abgeschlossen ist, erscheinen deine Änderungen nicht oder nur teilweise. Plane dafür etwas Zeit ein und fang nicht in der Woche vor deiner Eröffnung an.

Schritt 2: die Hauptkategorie, so genau wie möglich

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Angabe im Profil. Google rät selbst dazu, möglichst genau zu sein, und nennt als Beispiel „Nagelstudio“ statt eines allgemeinen „Studio“. Für dich heißt das: Wenn du vor allem Nägel machst, ist Nagelstudio die Hauptkategorie, auch wenn du nebenbei Wimpern anbietest. Weitere Kategorien kannst du ergänzen, aber nicht für jede einzelne Leistung eine. Und Vorsicht beim späteren Wechseln: Google weist darauf hin, dass eine neue oder geänderte Kategorie eine erneute Bestätigung auslösen kann.

Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet

Empfängst du Kundinnen in deinem Studio, gehört die Adresse ins Profil. Arbeitest du mobil oder in deiner Wohnung, ohne dort Kundinnen zu empfangen, ist es anders: Google verlangt, die Adresse dann aus dem Profil zu entfernen, und du gibst stattdessen ein Einzugsgebiet an. Bis zu 20 Gebiete sind erlaubt, als Städte, Postleitzahlen oder Regionen. Wer beides macht, also im Studio arbeitet und zusätzlich Hausbesuche anbietet, trägt beides ein.

Schritt 4: Zeiten, Leistungen, Fotos

  • Öffnungszeiten, die stimmen, und Sonderöffnungszeiten für Feiertage und Urlaub. Eine Kundin, die vor verschlossener Tür steht, schreibt eher eine Bewertung als eine, die bedient wurde.
  • Deine wichtigsten Leistungen mit Preis. Dieselben Namen wie auf deiner Buchungsseite, damit niemand zweimal suchen muss.
  • Fotos deiner eigenen Arbeit und deiner Räume, hochgeladen von dir. Ein Bild von deinem Eingang hilft der Kundin, die zum ersten Mal kommt, mehr als ein weiteres Nageldesign.
  • Eine kurze Beschreibung in ganzen Sätzen: was du machst, für wen, in welchem Stadtteil. Keine Liste von Suchwörtern.

Schritt 5: der Buchungslink

Im Profil gibt es einen eigenen Bereich für Links zur Terminbuchung. Laut der Google-Hilfe zu Links in lokalen Brancheneinträgen wählst du dort die Art der Aktion, etwa Buchung, fügst einen Link hinzu und speicherst. Bis zu zehn Links pro Kategorie sind möglich, und einen davon kannst du als bevorzugten Link festlegen. Trag dort die Adresse deiner Buchungsseite ein, nicht deine Instagram-Seite und nicht eine Linksammlung: Wer bei Google auf Buchen tippt, will einen freien Termin sehen.

Daneben gibt es eine eigene Buchen-Schaltfläche, die Termine direkt in der Suche annimmt. Die funktioniert nur mit Buchungsanbietern, mit denen Google zusammenarbeitet. Fehlt deinem Anbieter diese Partnerschaft, ist der normale Buchungslink im Profil der direkte Weg, und für die Kundin ist er genau einen Tipp länger. Was hinter dem Link stehen muss

Schritt 6: Bewertungen, und was in Deutschland dazugehört

Bewertungen sind der Teil des Profils, den du nicht schreibst, aber beeinflusst. Die Richtlinie von Google zu verbotenen Inhalten ist dabei eindeutig: Du darfst keine Anreize für Rezensionen bieten, also keine Rabatte, Gratisleistungen oder Zahlungen, und du darfst Kundinnen nicht gezielt nur um positive Bewertungen bitten. Wer alle Kundinnen gleich fragt, bleibt auf der sicheren Seite.

Für Deutschland kommt das Wettbewerbsrecht dazu. Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass eine Bitte um Bewertung per E-Mail Werbung sein kann (BGH, VI ZR 225/17). Werbung per E-Mail braucht nach § 7 Abs. 2 UWG grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung; die Ausnahme für Bestandskundinnen in § 7 Abs. 3 UWG hat enge Voraussetzungen. Die einfachste Form, um Bewertungen zu bitten, ist deshalb die persönliche: am Ende des Termins, mit einer Karte oder einem QR-Code am Tresen, der direkt zum Bewertungsfeld führt.

  • Antworte auf jede Bewertung, auch auf die gute, kurz und mit Namen.
  • Auf eine schlechte Bewertung antwortest du sachlich, ohne Details aus der Behandlung oder der Kundenkartei. Was in deiner Kartei steht, gehört nicht in eine öffentliche Antwort.
  • Schreib keine Bewertungen für dein eigenes Studio und lass auch keine von Freundinnen schreiben, die nie bei dir waren.

Schritt 7: pflegen, nicht nur anlegen

Ein Profil, das einmal eingerichtet und dann vergessen wird, veraltet schneller, als man denkt: neue Preise, Urlaubszeiten, eine neue Kollegin, eine neue Leistung. Nimm dir einmal im Monat fünf Minuten und geh das Profil durch, am besten am selben Tag, an dem du deine Buchungsseite prüfst. Neue Fotos, ein kurzer Beitrag zur Saison und aktuelle Zeiten zeigen Google und deinen Kundinnen, dass hier jemand arbeitet. Der Buchungslink auf Instagram

Und Slotora?

Slotora gibt es in Deutschland und Österreich noch nicht. Wo es läuft, bekommt jedes Studio eine Buchungsseite mit Preisen, Dauer und freien Zeiten, und nach der Einrichtung zeigt Slotora den Link, der in dein Google-Profil gehört, gleich mit. Die Buchen-Schaltfläche direkt in der Google-Suche gibt es mit Slotora nicht, weil dafür eine Partnerschaft mit Google nötig ist, die Slotora nicht hat. Und bei Studios in Deutschland verschickt Slotora Bewertungsanfragen per E-Mail nur an Kundinnen, die per Double-Opt-in eingewilligt haben. Der Link fürs Google-Profil kostet nichts, ein Abo gibt es nicht. Kostenlose Terminbuchung für Kosmetikerinnen · Terminplaner fürs Kosmetikstudio

Quellen, abgerufen am 7. Oktober 2026: Google Unternehmensprofil-Hilfe, „Unternehmenskategorie verwalten“, „Einzugsgebiete für Unternehmen ohne festen Standort und Hybridunternehmen verwalten“ und „Links in lokalen Brancheneinträgen“; Google Maps, Richtlinie „Verbotene und eingeschränkt zulässige Inhalte“; BGH, Urteil vom 10. Juli 2018, VI ZR 225/17; § 7 UWG (gesetze-im-internet.de). Keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen

Welche Kategorie wähle ich für mein Kosmetikstudio?

Die genaueste, die zu deiner Hauptleistung passt. Machst du vor allem Nägel, ist Nagelstudio die Hauptkategorie. Weitere Kategorien ergänzt du sparsam und nicht für jede Leistung einzeln.

Muss ich meine Privatadresse angeben, wenn ich mobil arbeite?

Nein. Empfängst du an der Adresse keine Kundinnen, verlangt Google, sie aus dem Profil zu entfernen. Du gibst stattdessen bis zu 20 Einzugsgebiete an.

Wie kommt mein Buchungslink ins Google-Profil?

Über den Bereich für Links zur Terminbuchung: Art der Aktion wählen, Link hinzufügen, speichern. Trag die Adresse deiner Buchungsseite ein und keine Linksammlung.

Darf ich für eine Google-Bewertung einen Rabatt geben?

Nein. Google verbietet Anreize wie Rabatte, Gratisleistungen oder Zahlungen für Rezensionen. Frag alle Kundinnen auf dieselbe Weise und ohne Gegenleistung.

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