Für Tattoo- und Piercingstudios

Tattoostudio Terminbuchung: erst die Beratung, dann der Ganztagestermin, dann das Nachstechen

Ein Rückenstück ist kein Termin, sondern ein Projekt über Monate: ein Gespräch über den Entwurf, zwei oder drei lange Sitzungen, eine Kontrolle nach dem Abheilen, irgendwann das Nachstechen. Diese Seite legt so ein Projekt in Slotora an, Schritt für Schritt, mit den Einstellungen, die zu jedem Schritt gehören – und mit den Regeln zu Farbe, Hygiene und Einwilligung, die in Deutschland für dein Studio gelten.

Für Selbstständige, die allein arbeiten — eine Person, ein Kalender.

0 € im Monat · 0 % Provision · keine Karte bei der Anmeldung · Geld kostet, was die KI für dich erstellt, und die AI-Telefonrezeption (spricht schon Deutsch, ist hier aber noch nicht buchbar)

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Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Rechtsvorschriften können sich ändern und die konkrete rechtliche Beurteilung hängt vom Einzelfall ab. Bei Bedarf sollte ein fachkundiger Rechts- oder Steuerberater hinzugezogen werden.

Ein großes Motiv in fünf Terminen

Die Dauern stammen aus der Vorschlagsliste, die Slotora dir bei der Registrierung in der Kategorie „Tätowierung“ anbietet. Du benennst sie um, änderst die Minuten und setzt deine eigenen Preise; Preisvorschläge gibt es keine.

  1. Beratung

    30 Minuten

    Der einzige Termin, den jeder Fremde online buchen kann. Beim Buchen lädt die Kundin bis zu drei Referenzbilder hoch – das Motiv von Pinterest, die Stelle am Unterarm, das alte Tattoo, das überdeckt werden soll. Du siehst sie am Termin, bevor sie bei dir sitzt. Für Cover-ups gibt es in der Liste eine eigene „Beratung zum Überstechen“ mit 45 Minuten.

  2. Halbtags-Sitzung

    180 Minuten

    Nach der Beratung ist sie Kundin bei dir. Die langen Sitzungen stellst du auf „Nur Stammkunden“: Wer noch nie da war, kann sie nicht buchen und landet bei der Beratung. Die Anzahlung verlangst du pro Leistung, als festen Betrag, als Prozentsatz oder als vollen Preis, und sie geht direkt auf dein eigenes Stripe-Konto.

  3. Ganztagestermin

    360 Minuten

    Sechs Stunden an einem Stück, oft Wochen im Voraus. Wie weit im Voraus online gebucht werden kann, stellst du selbst ein, bis zu zwei Jahre. Eine Pause für dich trägst du nicht als Leistung ein, sondern rechnest sie in die Dauer; den Platz danach – Folie, Liege, Arbeitsfläche – deckt ein Puffer ab, der im Kalender belegt ist, aber nicht gebucht wird.

  4. Nachsorge-Kontrolle

    15 Minuten

    Ein kurzer Blick nach dem Abheilen. Weil er nur eine Viertelstunde dauert, passt er zwischen zwei größere Termine, und die Kundin bucht ihn auf deiner Buchungsseite selbst. Was dir bei der Kontrolle auffällt, schreibst du in die Notizen zur Kundin.

  5. Nachstechen

    45 Minuten

    Die Stellen, an denen die Farbe nicht gehalten hat. Ob das bei dir im Preis enthalten ist, entscheidest du: Leg es mit 0 Euro an oder mit deinem Preis, und beschränk es auf Stammkunden, damit nur Leute buchen, die du gestochen hast.

Anzahlung, Absage und Widerruf

Für einen Termin über sechs Stunden willst du vorher wissen, dass die Kundin wirklich kommt. Sagt die Kundin zu spät ab, kann die Anzahlung bei dir bleiben; ab wie vielen Stunden vor dem Termin, legst du fest. Sagst du ab, geht sie immer zurück. Wenn du möchtest, nimmst du Anzahlungen nur von neuen Kundinnen, und wer nicht erscheint, dem kann eine Ausfallgebühr von der hinterlegten Karte berechnet werden – automatisch eine Stunde nach dem Terminende, es sei denn, du schaltest das ab.

Für Kundinnen aus Deutschland und Österreich gilt in Slotora zusätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Widerruft sie vor Beginn des Termins, bekommt sie alles zurück, was sie bezahlt hat, auch die Anzahlung, und es fällt keine Gebühr für eine späte Absage an. Hat der Termin schon begonnen, rechnest du eine anteilige Erstattung von Hand ab. Liegt der Termin innerhalb der 14 Tage, muss die Kundin beim Buchen ausdrücklich verlangen, dass du vor Ablauf der Frist anfängst; sonst nimmt Slotora die Buchung nicht an.

Den Rest nach der Sitzung kassierst du am Tresen. Slotora ist keine Kasse und erfasst keine Zahlung, die bei dir vor Ort hereinkommt, weder bar noch mit Karte.

Aufklärung und Einwilligung auf dem Bildschirm

In Slotora baust du dir einen Aufklärungsbogen aus Textfeldern, Ankreuzfragen, Auswahllisten, Datumsfeldern und einem Feld für die Unterschrift. Die fertigen Vorlagen für Einwilligung und Gesundheitsfragen sind heute nur englisch beschriftet; deine Fragen schreibst du also selbst auf Deutsch. Eine Frage kann nur bei bestimmten Leistungen erscheinen, und eine Folgefrage nur, wenn die erste mit Ja beantwortet ist – nimmt jemand Blutverdünner, fragst du nach dem Mittel, sonst bleibt das Feld weg und wird nicht gespeichert.

Den Bogen kann die Kundin beim Buchen ausfüllen oder als eigenes Formular, das 48 Stunden vor dem Termin per E-Mail kommt. Dieser automatische Versand ist ab Werk ausgeschaltet, und ein Formularlink läuft nach 30 Tagen ab. Was vorab bekannt sein muss, etwa eine Allergie gegen Nickel, gehört zusätzlich in das Warnfeld der Kundin; es steht rot im Profil und am Termin und wird an niemanden weitergegeben.

Wichtig ist, was die Unterschrift ist: ein mit dem Finger oder der Maus gezeichnetes Bild. Eine qualifizierte elektronische Signatur ist sie nicht, und ein PDF des unterschriebenen Bogens erzeugt Slotora nicht. Ob dir das als Nachweis reicht, entscheidest du. Ein Alter prüft Slotora ebenfalls nicht – ein Datumsfeld für den Geburtstag ersetzt keinen Blick auf den Ausweis.

Farbe und Hygiene: was in Deutschland gilt

Seit dem 4. Januar 2022 darf in Tätowierfarben und Permanent-Make-up vieles nicht mehr enthalten sein, was früher erlaubt war: Die EU beschränkt das über REACH (Verordnung (EU) 2020/2081, Anhang XVII Eintrag 75). Für Pigment Blue 15:3 und Pigment Green 7 galt eine Übergangsfrist, die am 4. Januar 2023 endete. Flaschen ohne die Angabe „Gemisch zur Verwendung in Tätowierungen oder Permanent-Make-up“ darfst du nicht verwenden.

Eine Pflicht trifft dich direkt: Vor dem Stechen musst du der Kundin die Informationen von der Verpackung oder aus der Gebrauchsanweisung der Farbe zur Verfügung stellen, darunter die Chargennummer und die Bestandteile. Slotora erledigt das nicht für dich. Was Slotora kann: Du notierst die Chargen, die du verwendet hast, in den Notizen zur Kundin, dann findest du sie nach Jahren wieder, wenn sie mit einer Reaktion zurückkommt. Die deutsche Tätowiermittel-Verordnung (TätoV) verbietet zusätzlich bestimmte Stoffe beim Herstellen der Farben und legt fest, was aufs Etikett gehört, von der Charge bis zur Haltbarkeit nach dem Öffnen; lies es, bevor du eine Flasche anbrichst, nicht erst danach.

Hygiene regelt dein Bundesland, und das Gesundheitsamt darf Betriebe überwachen, in denen über Blut Krankheitserreger übertragen werden können (§ 36 Abs. 2 IfSG). Die Hygiene-Verordnung in Nordrhein-Westfalen etwa lässt keinen Zweifel, dass sie für Tätowieren und Piercen gilt: sterile Instrumente, ein schriftlicher Hygieneplan, ein Dampfsterilisator der Klasse B, und wer anfängt oder aufhört, zeigt das dem Gesundheitsamt an. In anderen Ländern fragst du dein Gesundheitsamt nach der dort geltenden Regel.

In Österreich: Altersgrenze und zehn Jahre Dokumentation

In Österreich ist das Tätowieren von Personen unter 16 Jahren verboten; zwischen 16 und 18 braucht es die schriftliche Einwilligung der Erziehungsberechtigten. Jede Tätowierung braucht die schriftliche Einwilligung der Kundin und eine schriftliche Bestätigung über das Aufklärungsgespräch. Beim Piercen gelten eigene Altersregeln.

Eine Kurzbeschreibung der Leistung und die Chargennummern der verwendeten Farben sind zehn Jahre lang verfügbar zu halten, und die Kundin bekommt eine Kopie dieser Unterlagen. Hier hilft Slotora nur halb: Die Antworten und das Unterschriftsbild bleiben im Profil, aber ein Dokument zum Aushändigen erstellt Slotora nicht. Diese Kopie machst du weiterhin selbst.

Fragen aus dem Tattoostudio

Kann ich lange Sitzungen nur für Kunden freigeben, die schon zur Beratung da waren?

Ja. Stell die Halbtags-Sitzungen und Ganztagestermine auf „Nur Stammkunden“. Neue Kundinnen sehen dann nur die Beratung als buchbar.

Können Kunden beim Buchen ihre Motividee als Bild schicken?

Ja, bis zu drei Referenzbilder pro Buchung. Du kannst das auch abschalten, wenn du Entwürfe lieber im Gespräch besprichst.

Wie funktioniert die Anzahlung für einen Ganztagestermin?

Du legst sie an der Leistung fest, als Betrag, Prozentsatz oder vollen Preis. Das Geld geht auf dein eigenes Stripe-Konto, Slotora behält nichts davon. Für Kundinnen aus Deutschland und Österreich gelten zusätzlich die Widerrufsregeln, die oben beschrieben sind.

Ersetzt die Unterschrift im Formular meine Einwilligungserklärung auf Papier?

Die Unterschrift ist ein gezeichnetes Bild, keine qualifizierte elektronische Signatur, und Slotora erzeugt kein PDF davon. Ob das für deinen Nachweis genügt, musst du selbst beurteilen.

Muss ich der Kundin sagen, welche Farbe ich verwende?

Nach REACH, Anhang XVII Eintrag 75, stellst du ihr vor dem Tätowieren die Angaben von Verpackung oder Gebrauchsanweisung der Farbe zur Verfügung. Slotora übernimmt das nicht; die Chargen kannst du in den Notizen zur Kundin festhalten.

Kann ich Piercings und Permanent Make-up im selben Kalender anbieten?

Ja. Die Vorschlagsliste enthält Piercing mit 30 Minuten sowie Permanent-Augenbrauen und PMU auffrischen. Jede Leistung bekommt ihre eigene Dauer, ihren Puffer und ihre Anzahlung.

Bekommen meine Kunden eine Erinnerung vor der Session?

Ja, per E-Mail, zu Zeitpunkten, die du wählst, bis zu sechs pro Termin. Eine Erinnerung per SMS an deutsche Nummern verschickt Slotora nicht.

Arbeitet bei dir ein Team?

Wenn mehrere Leute in deinem Salon arbeiten und jemand anderes den Tag am Laufen hält, während du an der Kundin bist, ist das eine andere Aufgabe als ein Kalender — dafür gibt es ein eigenes Slotora.

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Leg die Beratung als ersten Schritt an

Beratung offen für alle, lange Sitzungen nur für Stammkunden, eine Anzahlung auf dein eigenes Stripe-Konto. Dein Portfolio und deine Buchungsseite verlinkst du im Instagram-Profil.

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