Widerruf und Anzahlung: die 14-Tage-Regeln für deinen Salon
Wann Kundinnen in Deutschland und Österreich 14 Tage widerrufen können, was Slotora selbst erstattet und was mit einer einbehaltenen Anzahlung passiert.
Für Salons in Deutschland und Österreich setzt Slotora zwei Regeln um, die dort gelten: das 14-tägige Widerrufsrecht bei Verträgen, die nicht von Angesicht zu Angesicht geschlossen wurden, und den Umgang mit einer Anzahlung, wenn eine Kundin nicht kommt. Einschalten musst du nichts – beides gilt für jeden Salon mit Sitz in einem der beiden Länder. Hier steht, was deine Kundin sieht, was Slotora von selbst erledigt und wo du entscheidest. Eine Rechtsberatung ist das nicht.
Wer ein Widerrufsrecht hat
- Online über deine Buchungsseite gebucht: ja. Jede solche Buchung ist ein Vertrag im Fernabsatz.
- Am Telefon, per E-Mail oder per Nachricht (Instagram, WhatsApp …) vereinbart: ebenfalls ja. Trägst du so einen Termin selbst ein, fragt Slotora dich „Wie wurde dieser Termin vereinbart?“.
- Persönlich im Studio vereinbart – etwa der Folgetermin, den die Kundin noch auf dem Stuhl ausmacht: nein. Wähle „Persönlich, hier im Studio“ aber nur, wenn sie wirklich vor dir stand.
- Bleibt die Frage offen („Nicht gefragt / unklar“), geht Slotora vom Widerrufsrecht aus. Eine Erstattung rechnest dann du ab, nicht die Automatik.
- Eine Buchungsanfrage, die du noch nicht angenommen hast, ist noch kein Vertrag – die Kundin zieht sie einfach zurück.
- Behandlungen im Salon sind nie ausgenommen. Ausgenommen sind nur Gruppenkurse mit festem Datum und mindestens zwei Plätzen bei Studios der Branchen Fitness und Yoga.
Wie die 14 Tage laufen
Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem gebucht wurde, nicht mit dem Termin, und endet am Ende des 14. Tages – gerechnet in der Zeitzone deines Salons. Liegt der Termin innerhalb dieser 14 Tage, kreuzt die Kundin beim Buchen ein Kästchen an: dass sie ausdrücklich möchte, dass du schon vor Ablauf der Frist anfängst, und dass sie weiß, dass ihr Widerrufsrecht mit der vollständig erbrachten Leistung endet. Ohne dieses Häkchen nimmt die Buchungsseite einen so nahen Termin nicht an. Für spätere Termine braucht es das Kästchen nicht.
Was deine Kundin sieht
- Auf dem Buchungsformular einen kurzen Satz zu ihrem Widerrufsrecht und darunter, zum Aufklappen, die vollständige Widerrufsbelehrung mit dem Muster-Widerrufsformular.
- Dieselbe Belehrung noch einmal in der Buchungsbestätigung per E-Mail.
- Bis zum Ende der Frist den Knopf „Vertrag widerrufen“ auf ihrer Buchungsseite. Eine Begründung muss sie nicht angeben.
- Nach dem Widerruf eine Eingangsbestätigung per E-Mail mit Datum und Uhrzeit, die sie aufbewahren kann.
Vor dem Termin: Slotora erstattet selbst
Widerruft die Kundin einen bestätigten Termin, der noch nicht begonnen hat, geht alles, was sie online bezahlt hat – Anzahlung oder Vorauszahlung –, sofort auf die Karte zurück, mit der sie bezahlt hat. Eine Gebühr fällt nicht an: Ein Widerruf ist keine Spätabsage, und Slotora berechnet danach weder automatisch noch auf Knopfdruck eine Ausfallgebühr. Du bekommst eine E-Mail, und am Termin steht „Vom Kunden widerrufen“.
Nach Beginn des Termins: du rechnest ab
Sobald der Termin begonnen hat, kann Slotora nicht wissen, was schon gemacht wurde. Die Kundin kann trotzdem bis zum Ende der Frist widerrufen – die Erstattung rechnest dann du ab, und zwar binnen 14 Tagen ab dem Widerruf. Bei der Buchung findest du dafür den Bereich „Erstattung nach dem Widerruf“:
- Hat die Kundin den frühen Beginn ausdrücklich verlangt (das Häkchen beim Buchen), darfst du einen anteiligen Betrag für den schon erbrachten Teil behalten, im Verhältnis zur ganzen gebuchten Leistung.
- Hat sie das nicht verlangt, behältst du nichts und erstattest alles.
- „Abrechnen und erstatten“ schickt den Rest auf ihre Karte. Was nicht online per Karte bezahlt wurde, gibst du außerhalb von Slotora zurück und bestätigst das im selben Schritt.
- Ab dem siebten Tag erinnert dich Slotora per E-Mail, bis du abgerechnet hast. Ist die Frist vorbei, steht „Erstattung überfällig“ an der Buchung.
- Ist die Kundin gar nicht erschienen und hat dich das etwas gekostet, vermerkst du das als gesonderten Anspruch. Der wird nie von der Erstattung abgezogen – den klärst du direkt mit ihr.
Online gekaufte Gutscheine und Mehrfachkarten
Auch ein Gutschein oder eine Mehrfachkarte, die auf deiner Buchungsseite gekauft wurden, lassen sich 14 Tage lang widerrufen. Beim Gutschein geht der Wert zurück, der noch nicht eingelöst ist. Bei der Mehrfachkarte geht der Anteil der Termine zurück, die noch offen sind. Hat die Kundin alle Termine genutzt und dabei den frühen Beginn verlangt, ist das Widerrufsrecht erloschen.
Die Anzahlung, wenn jemand nicht kommt
Das zweite Thema hat mit dem Widerruf nichts zu tun, gilt aber ebenfalls nur in Deutschland und Österreich. Erscheint eine Kundin nicht, oder sagt sie selbst innerhalb der Frist ab, die du unter „Zahlungen“ bei „Anzahlung bei Absage innerhalb von (Stunden) behalten“ eingestellt hast, verfällt ihre Anzahlung nicht einfach. Slotora hält sie fest, und du entscheidest beim Termin unter „Die Anzahlung: deine Entscheidung“:
- „Als Ausfallbetrag verrechnen“: Der Betrag gilt als pauschalierter Schadensersatz für den ausgefallenen Termin. Wähle das nur, wenn du die Zeit nicht anders vergeben konntest. Die Kundin bekommt eine E-Mail und darf nachweisen, dass dir kein oder ein deutlich geringerer Schaden entstanden ist – dann erstattest du die Differenz.
- „Anzahlung erstatten“: Das Geld geht zurück auf ihre Karte.
- Entscheidest du 14 Tage lang nichts, erstattet Slotora die Anzahlung von selbst, und ihr bekommt beide eine E-Mail. Klappt das nicht, steht „ÜBERFÄLLIG“ am Termin, und du erstattest selbst.
- Solange eine Anzahlung festgehalten wird, belastet Slotora die gespeicherte Karte nicht zusätzlich mit einer Spätabsagegebühr.
- Sagst du den Termin selbst ab, geht die Anzahlung immer zurück.
Österreich: Die volle Gebühr braucht Gründe
Willst du in Österreich bei einem Ausfall den vollen Preis der Leistung als Gebühr verlangen, fragt Slotora dich nach den Gründen: warum du dir durch den Ausfall nichts erspart und die Zeit auch nicht anders genutzt hast. Deine Gründe stehen dann in der E-Mail an die Kundin. Eine Gebühr unter dem vollen Preis braucht keine Begründung – und die automatische Gebühr verlangt in Österreich nie den vollen Preis. No-Shows vermeiden · Anzahlungen mit Stripe
Verwandte Anleitungen
Kartenzahlung: Stripe Schritt für Schritt einrichtenZahlung an der Theke: was Slotora festhält und was deine Kasse machtRechnungen an Xero schicken: Einrichtung in Deutschland und ÖsterreichKommst du nicht weiter?
Schreib uns — ein Mensch hilft dir bei der Einrichtung, kostenlos wie alles andere.
Support kontaktieren